Rich Internet Application (RIA)
Rich Internet Application (RIA) sind Applikationen, die Internet-Techniken benutzen und eine intuitive Benutzeroberfläche bieten.
Der englische Begriff "rich" steht dabei für die "reichhaltigen" Möglichkeiten wie z.B. Drag-und-Drop-Fähigkeit oder Bedienbarkeit über Tastenkürzel, suggeriert dabei aber auch einen "Mehrwert", gegenüber herkömmlichen Webanwendungen.
Weiterhin ist auch die Leistungsfähigkeit der Applikation gemeint, die z.B. Berechnungen auf Clientseite ausführen kann, ohne eine Anfrage zum Server starten zu müssen. Dadurch lassen sich RIAs viel flüssiger bedienen und Rückmeldungen können schneller erzeugt werden.
Man könnte diese Anwendungen auch "intelligente Clients" nennen. Natürlich sind diese Anwendungen größer als HTML, sind aber dennoch Internet-optimiert (durch Komprimierung sowie Streaming-Techniken). RIAs gleichen diesen Nachteil dadurch aus, dass sie zur Laufzeit weniger Anfragen an den Server stellen müssen.
Vorteile von Rich Internet Applications:
- Benutzerfreundlich, da moderne Oberflächentechniken wie bei traditionellen Anwendungen möglich sind.
- Schnellere Reaktion auf Benutzereingaben
- Genaue Darstellung von Oberflächen (im Vergleich zu HTML)
- Kein Installationsaufwand, da herunterladbar
- Können in sicherer Umgebung laufen (Beispiel: Java)
- Können auch "offline" funktionieren
- Intelligent, da Logik auch lokal verfügbar ist (wie z.B. Berechnungen)
- Weniger Anfragen an den Server
- Weniger Netzwerkbelastung
- Können auf das lokale Dateisystem zugreifen
Nachteile von Rich Internet Applications:
- Etwas längerer Download
- Höhere Resourcenbelastung des Clientrechners
- Nicht jeder Client hat u.U. die notwendige Umgebung installiert